Version 1.0
Stand: 04.04.2008
Author: sledge0303
Dieses Howto beschreibt die Installationen eines Debian 4.0 (Codename Etch) Betriebssystems auf einem RPS Server im Rescue Modus.
Bevor ihr loslegt, beachtet bitte die folgenden Regeln:
Der Server ist nach der Installation weder abgesichert noch dem 'Standard' von OVH entsprechend
Das bedeutet:
Ferner empfehle ich dringend die Authentifikation per SSH-Key.
DU alleine bist für die komplette Installation, Absicherung und Wartung des Servers verantwortlich!!!
Diese Daten sind zwingend erforderlich für die Fortführung der Installation. Am besten ist es, Ihr sichert die Daten im Notepad
Die Ausgaben folgender Befehle sichern, am besten im Notepad.
lspci /etc/resolv.conf hostname /etc/network/interfaces
Kundenmenu aufrufen und rescue auswählen unter Netboot. Anschließend in der Konsole 'reboot' eintippen.
Es dauert ein paar Minuten bis das Passwort eintrifft und danach loggt ihr euch per Putty mit dem Passwort ein.
Partionsmanager aufgrufen
cfdisk
In diesem Beispiel wird nur eine Partition angegeben, macht sich einfacher und die Installationsanleitung geht schneller von der Hand.
«< 60% round red|ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ::: Die Nicht-Erwähnung einer SWAP-Partition ist beabsichtigt und wenn du eine SWAP Partition erstellst, diese auch aktivierst, kann es im laufenden Betrieb zu einem instabilen System führen!!!::: »>
Anschließend formatieren wir die neue(n)Partition(en),mounten diese und installieren sofort debootstrap.
mkfs.ext3 /dev/sda1 && export LC_ALL=C && export LANG=C && mount /dev/sda1 /mnt && cd /tmp && wget http://ftp.de.debian.org/debian/pool/main/d/debootstrap/debootstrap_0.3.3.2_all.deb && ar -xf debootstrap_0.3.3.2_all.deb && tar xzf data.tar.gz && tar xzf control.tar.gz && nano usr/sbin/debootstrap
Um jetzt per debootstrap installieren zu können, muss die Source von debootstrap etwas verändert werden
nano usr/sbin/debootstrap
DEBOOTSTRAP_DIR=/tmp/usr/lib/debootstrap if [ -x "/tmp/usr/bin/gettext" ]; then
Wir installieren nun Etch per debootstrap und anschließend per chroot in das frisch installierte System
usr/sbin/debootstrap --arch i386 etch /mnt/ http://ftp2.de.debian.org/debian && mount -t proc none /mnt/proc && mount -t devpts none /mnt/dev/pts && LANG=C chroot /mnt /bin/bash
Läuft alles ohne Fehlermeldung durch, befindet man sich anschließend in Etch.
Neben dem User erstellen wir noch das Verzeichnis GRUB
mkdir -p /boot/grub && passwd adduser $USERNAME
Die folgenden Angaben sinngemäß der eigenen Hostnamen und IPs ergänzen.
cat > /etc/hostname << "EOF" hostname.tld EOF cat > /etc/hosts << "EOF" 127.0.0.1 localhost.localdomain localhost $deine.FoIP hostname.tld EOF cat > /etc/resolv.conf << "EOF" nameserver 127.0.0.1 nameserver $deine.FoIP nameserver 213.186.33.99 EOF cat > /etc/network/interfaces << "EOF" auto lo iface lo inet loopback auto eth0:0 iface eth0:0 inet static address $deine.FoIP netmask 255.255.255.255 EOF echo 'BOOTLOGD_ENABLE=Yes' > /etc/default/bootlogd cat > /etc/fstab << "EOF" /dev/sda1 / ext3 errors=remount-ro,noatime,nodiratime 0 1 proc /proc proc defaults 0 0 sysfs /sys sysfs defaults 0 0 EOF cat > /etc/apt/sources.list << "EOF" deb http://ftp2.de.debian.org/debian etch main contrib non-free deb-src http://ftp2.de.debian.org/debian etch main contrib non-free deb http://ftp2.de.debian.org/debian-security etch/updates main contrib non-free EOF
Wir installieren nun die ersten Pakete
apt-get update && apt-get install -y ssh grub ntpdate dns-browse pciutils make automake gcc \ psmisc libglib2.0-0 bind bind9-host libbind9-0 ngrep nmap lsof subversion udev
Wir installieren die Abhängigkeiten für den Kernel und laden uns eine vorläufige initrd für iSCSI runter.
apt-get install -y kernel-package libncurses5-dev wget patch
Kernelsourcen runterladen
cd /usr/src wget http://www.de.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/linux-2.6.24.4.tar.gz tar zxf linux-2.6.24.4.tar.gz cd linux-2.6.24.4
Wir können die .config von OHV benutzen, mit dieser wurden ohne jegliche Änderungen, ausgenommen eine Zeile, brauchbare Kernel gebaut. Man kann sich selbstverständlich diesen Kernel so backen wie man möchte. Darauf wird in diesem Tutorial nicht näher eingegangen, sprich jeder halbwegs erfahrene Administrator sollte das in eigener Regie hinbekommen.
wget ftp://ftp.ovh.net/made-in-ovh/bzImage/2.6-config-xxxx-std-ipv4-32 mv 2.6-config-xxxx-std-ipv4-32 .config nano .config
Du suchst diese Zeile und änderst sie entsprechend um von
CONFIG_LOCALVERSION="-nopatch-xxxx-ipv4-32"
in
CONFIG_LOCALVERSION=""
Anschließend kannst deinen Kernel modifizieren und installierst ihn anschließend
make menuconfig
Kompilierung
make && make install
Wenn Module aktiviert wurden
make && make modules_install && make install
Wenn keine Probleme aufgetreten sind kopieren wir anschließend die initrd für iSCSI nach /boot
cd /boot wget http://download.nixhelp.de/initrd-iscsi.img
Erstellung der menu.lst für GRUB und tragen unseren Kernel oben ein. Sollte während update-grub ein Eintrag vorgenommen worden sein, diese entweder löschen oder kommentieren. Es ist dir überlassen.
update-grub nano /boot/grub/menu.lst
So sieht der Eintrag aus:
title Linux 2.6.24.4 root (hd0,0) kernel /boot/vmlinuz-2.6.24.4 root=/dev/ram0 initrd /boot/initrd-iscsi.img
Zum Abschluß bringen wir Etch die deutsche Sprache bei und sorgen dafür, dass die Uhrzeit nachts aktualisiert wird. Wer noch möchte, kann seine /etc/ssh/sshd_config bearbeiten, sprich einen Key installieren oder einfach den Port umlegen
apt-get install locales && dpkg-reconfigure locales tzconfig y 8 Berlin crontab -e 0 1 * * * /usr/sbin/ntpdate-debian
Wir stellen im Kundenmanager auf Netbootkernel 2.6.24.2 um, loggen uns aus dem chroot aus mit 'exit' und starten mit reboot den Server neu.
Der Vorgang sollte nicht länger als 2 Minuten dauern und dein RPS sollte mit dem Netbootkernel online sein. Wir installieren nun den Bootblock für GRUB
grub-install /dev/sda
Wurde der Bootblock geschrieben, zurück in den Kundenmanager und dort stellen wir Netboot auf 'HD', anschließend reboot in der Konsole eingeben und dann sollte auch dein Server mit deinem eigenen Kernel hochgefahren werden.
Auch hier sollte es nicht länger als 2 Minuten dauern bis der RPS auf ein Ping reagiert. Sollte er sich nicht melden, dann zurück in den Kundenmanager, den OVH Netbootkernel aktivieren und per Hardreset den RPS neu booten. Warte aber nicht allzulange, nach etwa 5 Minuten ohne 'Ping' schaltet der Techniker im RZ deinen RPS in Störung und du kannst nicht mehr selbst eingreifen.