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ovh-spezifisch:etch-from-scratch-rps

RPS: Etch from Scratch Howto

Version 1.0
Stand: 04.04.2008

Author: sledge0303

1. Grundsätzliches

Dieses Howto beschreibt die Installationen eines Debian 4.0 (Codename Etch) Betriebssystems auf einem RPS Server im Rescue Modus.
Bevor ihr loslegt, beachtet bitte die folgenden Regeln:

  1. lest das Howto erstmal durch: 'lesen - verstehen - handeln'
  2. Abweichungen können individuell erfolgen, müssen in Folgeschritten beachtet werden
  3. Eigenverantwortlichkeit

Der Server ist nach der Installation weder abgesichert noch dem 'Standard' von OVH entsprechend

Das bedeutet:

  • kein Supportkey von OVH
  • SSH Zugang mit Möglichkeit Login für Root


Ferner empfehle ich dringend die Authentifikation per SSH-Key.


DU alleine bist für die komplette Installation, Absicherung und Wartung des Servers verantwortlich!!!

2. Sicherung der Netzwerkdaten

Diese Daten sind zwingend erforderlich für die Fortführung der Installation. Am besten ist es, Ihr sichert die Daten im Notepad

2.1 Grundsicherung der Daten

Die Ausgaben folgender Befehle sichern, am besten im Notepad.

lspci 
/etc/resolv.conf 
hostname 
/etc/network/interfaces 

3. Rescuesystem

Kundenmenu aufrufen und rescue auswählen unter Netboot. Anschließend in der Konsole 'reboot' eintippen.
Es dauert ein paar Minuten bis das Passwort eintrifft und danach loggt ihr euch per Putty mit dem Passwort ein.

3.1 Festplatte(n) partitionieren

Partionsmanager aufgrufen

cfdisk

In diesem Beispiel wird nur eine Partition angegeben, macht sich einfacher und die Installationsanleitung geht schneller von der Hand.
«< 60% round red|ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ::: Die Nicht-Erwähnung einer SWAP-Partition ist beabsichtigt und wenn du eine SWAP Partition erstellst, diese auch aktivierst, kann es im laufenden Betrieb zu einem instabilen System führen!!!::: »>

Anschließend formatieren wir die neue(n)Partition(en),mounten diese und installieren sofort debootstrap.

mkfs.ext3 /dev/sda1 &&
export LC_ALL=C &&
export LANG=C &&
mount /dev/sda1 /mnt &&
cd /tmp &&
wget http://ftp.de.debian.org/debian/pool/main/d/debootstrap/debootstrap_0.3.3.2_all.deb &&
ar -xf debootstrap_0.3.3.2_all.deb &&
tar xzf data.tar.gz &&
tar xzf control.tar.gz &&
nano usr/sbin/debootstrap

Um jetzt per debootstrap installieren zu können, muss die Source von debootstrap etwas verändert werden

nano usr/sbin/debootstrap
|Die folgenden Zeilen entsprechend editieren
DEBOOTSTRAP_DIR=/tmp/usr/lib/debootstrap
if [ -x "/tmp/usr/bin/gettext" ]; then

4. Etch from scratch installieren und einrichten

Wir installieren nun Etch per debootstrap und anschließend per chroot in das frisch installierte System

usr/sbin/debootstrap --arch i386 etch /mnt/ http://ftp2.de.debian.org/debian &&
mount -t proc none /mnt/proc &&
mount -t devpts none /mnt/dev/pts &&
LANG=C chroot /mnt /bin/bash

Läuft alles ohne Fehlermeldung durch, befindet man sich anschließend in Etch.

4.1 Rootpasswort und User erstellen

Neben dem User erstellen wir noch das Verzeichnis GRUB

mkdir -p /boot/grub &&
passwd
 
adduser $USERNAME

5. System und Netzwerk konfigurieren

Die folgenden Angaben sinngemäß der eigenen Hostnamen und IPs ergänzen.

cat > /etc/hostname << "EOF"
hostname.tld
EOF

cat > /etc/hosts << "EOF"
127.0.0.1	localhost.localdomain localhost
$deine.FoIP	hostname.tld
EOF

cat > /etc/resolv.conf << "EOF"
nameserver 127.0.0.1
nameserver $deine.FoIP
nameserver 213.186.33.99
EOF

cat > /etc/network/interfaces << "EOF"
auto lo
iface lo inet loopback

auto eth0:0
iface eth0:0 inet static
	address $deine.FoIP
	netmask 255.255.255.255
EOF

echo 'BOOTLOGD_ENABLE=Yes' > /etc/default/bootlogd 

cat > /etc/fstab << "EOF"
/dev/sda1	/	ext3	errors=remount-ro,noatime,nodiratime	0	1
proc            /proc   proc    defaults        0       0
sysfs           /sys    sysfs   defaults        0       0
EOF

cat > /etc/apt/sources.list << "EOF"
deb http://ftp2.de.debian.org/debian etch main contrib non-free
deb-src http://ftp2.de.debian.org/debian etch main contrib non-free
deb http://ftp2.de.debian.org/debian-security etch/updates main contrib non-free
EOF

Wir installieren nun die ersten Pakete

apt-get update &&
apt-get install -y ssh grub ntpdate dns-browse pciutils make automake gcc \
psmisc libglib2.0-0  bind bind9-host libbind9-0 ngrep nmap lsof subversion udev

6. Kernel für den RPS

Wir installieren die Abhängigkeiten für den Kernel und laden uns eine vorläufige initrd für iSCSI runter.

apt-get install -y kernel-package libncurses5-dev wget patch

Kernelsourcen runterladen

cd /usr/src
wget http://www.de.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/linux-2.6.24.4.tar.gz

tar zxf linux-2.6.24.4.tar.gz

cd linux-2.6.24.4 

Wir können die .config von OHV benutzen, mit dieser wurden ohne jegliche Änderungen, ausgenommen eine Zeile, brauchbare Kernel gebaut. Man kann sich selbstverständlich diesen Kernel so backen wie man möchte. Darauf wird in diesem Tutorial nicht näher eingegangen, sprich jeder halbwegs erfahrene Administrator sollte das in eigener Regie hinbekommen.

wget ftp://ftp.ovh.net/made-in-ovh/bzImage/2.6-config-xxxx-std-ipv4-32
mv 2.6-config-xxxx-std-ipv4-32 .config

nano .config

Du suchst diese Zeile und änderst sie entsprechend um von

CONFIG_LOCALVERSION="-nopatch-xxxx-ipv4-32"

in

CONFIG_LOCALVERSION=""

Anschließend kannst deinen Kernel modifizieren und installierst ihn anschließend

make menuconfig

Kompilierung

make && make install

Wenn Module aktiviert wurden

make && make modules_install && make install

Wenn keine Probleme aufgetreten sind kopieren wir anschließend die initrd für iSCSI nach /boot

cd /boot
wget http://download.nixhelp.de/initrd-iscsi.img

7. Konfiguration und Abschluss der Installation

Erstellung der menu.lst für GRUB und tragen unseren Kernel oben ein. Sollte während update-grub ein Eintrag vorgenommen worden sein, diese entweder löschen oder kommentieren. Es ist dir überlassen.

update-grub

nano /boot/grub/menu.lst

So sieht der Eintrag aus:

title Linux 2.6.24.4
root (hd0,0)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.24.4 root=/dev/ram0
initrd /boot/initrd-iscsi.img

Zum Abschluß bringen wir Etch die deutsche Sprache bei und sorgen dafür, dass die Uhrzeit nachts aktualisiert wird. Wer noch möchte, kann seine /etc/ssh/sshd_config bearbeiten, sprich einen Key installieren oder einfach den Port umlegen

apt-get install locales &&
dpkg-reconfigure locales


tzconfig
y
8
Berlin


crontab -e
0 1 * * * /usr/sbin/ntpdate-debian

8. Reboot

Wir stellen im Kundenmanager auf Netbootkernel 2.6.24.2 um, loggen uns aus dem chroot aus mit 'exit' und starten mit reboot den Server neu.
Der Vorgang sollte nicht länger als 2 Minuten dauern und dein RPS sollte mit dem Netbootkernel online sein. Wir installieren nun den Bootblock für GRUB

grub-install /dev/sda

Wurde der Bootblock geschrieben, zurück in den Kundenmanager und dort stellen wir Netboot auf 'HD', anschließend reboot in der Konsole eingeben und dann sollte auch dein Server mit deinem eigenen Kernel hochgefahren werden.
Auch hier sollte es nicht länger als 2 Minuten dauern bis der RPS auf ein Ping reagiert. Sollte er sich nicht melden, dann zurück in den Kundenmanager, den OVH Netbootkernel aktivieren und per Hardreset den RPS neu booten. Warte aber nicht allzulange, nach etwa 5 Minuten ohne 'Ping' schaltet der Techniker im RZ deinen RPS in Störung und du kannst nicht mehr selbst eingreifen.

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ovh-spezifisch/etch-from-scratch-rps.txt · Zuletzt geändert: 2022/10/11 10:55 (Externe Bearbeitung)

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